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Gutenbergstraße 24
44139 Dortmund

 

Systemische Familientherapie

Die Familientherapie ist ein Angebot, dass sich an Familien, Teilfamilien, Alleinerziehende, Stieffamilien (Patchworkfamilien), Adoptiv- und Pflegefamilien richtet.

Als Fachstelle gegen Gewalt sind wir auch im Rahmen der Familientherapie mit unseren Themen, wie z.B. Vernachlässigung, Misshandlung, sexuelle und häusliche Gewalt beschäftigt.

 

Ebenso wie unsere anderen Beratungs- und Therapieangebote gelten auch hier folgende Voraussetzungen für eine vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen Therapeuten und Familienmitgliedern:

 

  • Die Methode der systemischen Familientherapie ist ein freiwilliges Angebot. Die Beteiligten entscheiden selbst, ob sie diese Form der Hilfe annehmen wollen oder nicht.

 

  • Alle in den Sitzungen ausgetauschten Informationen fallen unter die Schweigepflicht. Ausnahme besteht nur bei akuter Kindeswohlgefährdung und sogenannter Eigen- und Fremdgefährdung.

 

  • Informationen, die mit anderen Helfern (z.B. Jugendhilfedienst, Familienhelfern etc.) ausgetauscht werden sollen oder müssen, werden vorher mit allen Beteiligten besprochen und vereinbart.

 

  • Die inhaltliche Arbeit erfolgt nach dem Prinzip der Ressourcenorientierung, was bedeutet, dass wir Stärken und Kompetenzen der Familie suchen und nutzen wollen, um mit den Beteiligten Lösungen zu entwickeln.

 

  • Wir entscheiden zusammen mit den Klienten, welche bedarfsorientierten Settings sinnvoll erscheinen.

 

U.a. in konflikthaften Familienbeziehungen, die zu eskalieren drohen, kann die Methode der Familientherapie hilfreich sein, um bestehende Muster in der Familie zu verändern bzw. neue Kommunikationsformen auszuprobieren. Oftmals bewegen sich Familienmitglieder in immer wiederkehrenden (nicht hilfreichen) Kommunikationsmustern, aus denen sie manchmal ohne Hilfe von außen nicht aussteigen können.

 

Häufig werden uns Kinder oder Jugendliche mit problematischen Verhaltensweisen wie z.B. Aggressivität in der Schule, Zurückgezogenheit, schulische Probleme etc. vorgestellt. Das „Problem“ liegt in dieser Sichtweise bei dem Kind. Betrachten wir das Kind im Zusammenhang mit seinem gesamten System, der Familie, machen bestimmte Verhaltensweisen des Kindes im Kontext Familie sogar Sinn. Ziel des systemischen Arbeitens ist es, das „Problem“ nicht als Folge von Eigenschaften des Kindes zu sehen, sondern dies im Zusammenhang mit seiner Geschichte, seinen Beziehungen in der Familie zu erkennen.

 

Das Beispiel eines Mobiles beschreibt solche Veränderungen schön:

Wenn an einer Stelle eine Veränderung geschieht, verändert sich gleichzeitig auch viel an den anderen Figuren des Mobiles:
- manchmal nur wenig an einer Stelle,
- manchmal dramatisch viel an anderer Stelle.

Probleme entstehen, wenn sich das Mobile dann festhakt, wenn „das System„ an einer Stelle erstarrt.

Grundfragen in therapeutischen Kontakten können sein, wer aus dem (Familien-) System sich was wünscht, welche Gemeinsamkeiten, aber auch Unterschiede es gibt. Welche Ideen hatte die Familie bereits, das „Problem“ loszuwerden? Was davon war eher weniger oder mehr hilfreich? Gibt es Ausnahmen, in denen das „Problem“ gar nicht auftaucht? Nutzt das Problem evtl. in einigen Bereichen auch etwas?

 

In der Familientherapie ist es nicht notwendig, dass immer alle Mitglieder der Familie am Gespräch teilnehmen. Wir arbeiten grundsätzlich mit denen, die aktiv Veränderungen schaffen wollen. Außerdem können auch nicht anwesende Familienmitglieder mithilfe von Fragetechniken in die Beratung / Therapie einbezogen werden. Gelungene Strategien der  Familie können dann genutzt werden, um daran anzuknüpfen.

 

Methoden wie z.B. die Arbeit mit dem Familienbrett kann allen Familienmitgliedern ein aktuelles, subjektives Abbild der Familie zeigen. Hier können Beziehungen untereinander sichtbar gemacht werden und lösungsorientiert gewünschte Veränderungen gestellt werden.