Frühe Hilfen für Schreibabys


Endlich ist es soweit, die Zeit der Schwangerschaft ist vorbei, die Geburt ist geschafft und die Eltern halten ihr Kind in den Armen. Jetzt kann das Leben als Familie starten.

Doch dann schreit das Kind und lässt sich nicht beruhigen. Die Ärzte können nichts feststellen und die Eltern wissen einfach nicht weiter. „Das kann doch nicht sein, dass ich nach vier Wochen bereits so am Ende bin“ – so begann die Mutter eines Schreibabys.das Gespräch in der Sprechstunde.
Das Schreien der Kinder ist dazu angelegt, dass die Betreuungspersonen aktiv werden. Wenn das aber nichts nützt, entsteht eine große Verunsicherung, die sich auch auf das Kind überträgt. Im schlimmsten Fall sind die Eltern hinterher traumatisiert vom Schreien ihrer Kinder.

Viele raten dazu, abzuwarten: „Das wird schon“ ist wahrscheinlich der Satz, den Eltern in dieser Zeit am häufigsten hören. Es gibt in den meisten Fällen aber durchaus Möglichkeiten, den Eltern und dem Kind zu helfen!

Deshalb nicht abwarten, sondern anrufen. Lieber einen Termin zuviel als die Chance auf Hilfe zu verpassen. 

Vereinbaren Sie mit uns unter (0231) 20 64 580 einen Termin!

Weitere Informationen unter: www.fruehehilfen.de

Prävention Schütteltrauma

Die Kinderschutz-Zentren unterstützen das bundesweite „Bündnis gegen Schütteltrauma“ des Nationalen Zentrums Frühe Hilfen und haben im Rahmen des 12. Kinderschutzforums in Münster ihre Aktionstage gegen Schütteltrauma gestartet. Bis Ende November werden alle 29 Kinderschutz-Zentren in Deutschland das Thema im Rahmen von Elternabenden, Netzwerktreffen, Gruppenangeboten, Fortbildungen etc. aufgreifen, um präventiv über die Gefahren des Schüttelns und die Gründe für langanhaltendes Babyschreien aufzuklären. Eltern sollen ermutigt werden, in sie überfordernden Situationen mit ihrem Baby Hilfe und Unterstützung zu holen. Fachkräfte der Kinder- und Jugendhilfe und des Gesundheitswesens sollen sensibilisiert werden, Belastungen der Eltern zu erkennen, ernst zu nehmen und sie gegebenenfalls zu passenden Hilfeangeboten weiterzuleiten.

Die beiden Expertinnen Anna Flury Sorgo aus der Schweiz und Christine Kandler aus dem Kinderschutz-Zentrum Dortmund nehmen dazu Stellung in einem Interview, das im Rahmen des Kinderschutzforums in Münster geführt wurde.